01.03.2020 Presbyteriumswahl

Presbyteriumswahl 01.03.2020

 

Warum soll ich denn wählen ???

Damit kann ich ja doch nichts bewirken.

Denn nach der Wahl machen die Gewählten nur noch das, was sie wollen.“

Solche und ähnliche Aussagen hört man vor allen Wahlen, seien es Wahlen im politischen Raum Wahlen zum Presbyterium in der Kirchengemeinde.

Stimmt es, dass man als Wähler ja doch nichts bewirken kann?

Nein!

Wahlen sind das Herzstück unserer Demokratie.

Auch in der Kirchengemeinde, denn diese ist in der Evangelischen Kirche im Rheinland nach demokratischen Regeln organisiert.

Die Leitung der Kirche liegt nicht bei Einzelpersonen, sondern bei allen Getauften.

Kirche wird „von unten her gebildet.“

Dazu wählen die Gemeindemitglieder alle vier Jahre Vertreter*innen, die als Presbyter* innen gemeinsam mit dem/den Pfarrer*innen die Gemeinde leiten.

Wer seine Stimme bei der Presbyteriumswahl abgibt, spricht Vertrauen aus und überträgt die Möglichkeit, in der Gemeindeleitung mitzuwirken, auf
eine bestimmte Person aus der Liste der Kanditat*innen.

Damit ist gewährleistet, dass jedes einzelne Gemeindemitglied seine / ihre Vorstellungen vom Leben und Wirken der Gemeinde mittelbar in das Leitungsgremium einbringen kann.

Umgekehrt werden die gewählten Presbyter*innen in vielen Begegnungen und Gesprächen die Vorstellungen der Gemeindemitglieder aufnehmen und  diese in die Beratungen des Presbyteriums einbringen.

Wahlen zum Presbyterium sind folglich ein zentrales Bindeglied zwischen den Gemeindemitgliedern und der gewählten Gemeindeleitung.

Die Gemeindemitglieder bevollmächtigen die gewählten Presbyter*innen für die Zeit der Wahlperiode zur Leitung der Gemeinde.

Die Bevollmächtigung wirkt weit über den Wahltag und über das Kreuzchen auf dem Wahlzettel hinaus.

Denn das Presbyterium als ein auf Zeit gewähltes Gremium wird – auch im Bewusstsein der zeitlichen Begrenztheit seines Tuns – darauf bedacht sein,

zum Wohl der Gemeinde und zur Zufriedenheit seiner Wähler*innen zu arbeiten.

Mit anderen Worten:

Wer wählt, gestaltet die Zukunft unserer Gemeinde aktiv mit.

Wer nicht wählt, gibt das „Königsrecht“ der freien Wahl und damit der Mitgestaltung aus der Hand und überlässt die Mitgestaltung anderen.

Geschrieben von Christiane Reiferscheid am 01. Oktober 2019

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